muttertag

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Tag der Blumenwünsche

Der erste deutsche Muttertag wurde am 13. Mai 1923 gefeiert. Auf die Initiative des Verbands Deutscher Blumengeschäftsinhaber hin, wurde dieser Tag als „Tag der Blumenwünsche“ deklariert und wurde mit zahlreichen Kampagnen beworben. Fortan versuchten die Blumengeschäftsinhaber den Muttertag als offiziellen Feiertag auszuweisen.

Mütterweihen während des Nationalsozialismus

1933 wurde der Muttertag als offizieller Feiertag ausgewiesen, wobei die Nationalsozialisten durch die Ehrung der Mutter gleichzeitig die Nachwuchsförderung unterstützen wollten. Der dritte Sonntag im Mai 1934 wurde erstmals als offizieller Feiertag und „Ehrentag der deutschen Mütter“ gefeiert. Die so genannten staatlich eingeführten „Mütterweihen“ wurden auf sonntags um 10 Uhr terminiert, um so in Konkurrenz zu den christlichen Feiern zu stehen. Fünf Jahre später wurde zusätzlich das „Ehrenkreuz der Deutschen Mutter“ verliehen.

Muttertag in der Bundesrepublik Deutschland

Nach dem zweiten Weltkrieg brachten die im westlichen Teil Deutschlands stationierten Amerikaner den eigentlichen Gedanken des Muttertags zurück und so wurde am zweiten Maisonntag 1949 der Muttertag in der Bundesrepublik Deutschland als rein privater Gedenktag wieder eingeführt, allerdings wurde dieser nicht als gesetzlicher Feiertag deklariert. Nachdem die Kommerzialisierung des Tages durch Muttertagsgeschenke in Deutschland große Bedeutung hatte, dürfen seitdem Blumengeschäfte an diesem Sonntag öffnen.

Internationaler Frauentag in der DDR

Der östliche Teil Deutschlands, der unter dem Einfluss der sozialistischen Sowjetunion stand, lehnte aufgrund der feindlichen Haltung gegen den Westen, den von den USA geprägten Muttertag ab. Anstelle des Westlichorientierten Tages zum Gedenken der Mütter wurde der Internationale Frauentag eingeführt, der am 8. März gefeiert wurde. Neben der Deutschen Demokratischen Republik lehnten auch alle anderen Ostblockstaaten den westlichen Muttertag ab. Ostdeutsche Männer mussten am Frauentag oft stundenlang gemeinsam in der Schlange vor dem Blumengeschäft stehen, um mit viel Glück einen Strauß Nelken zu ergattern.

Heutiger Muttertag

Nach der Wiedervereinigung wird wieder in ganz Deutschland einheitlich der Muttertag gefeiert. Allerdings ist dieser Gedenktag nicht gesetzlich auf einen bestimmten Tag datiert, sondern wird vielmehr von der Wirtschaft festgelegt. Die Floristenverbände haben sich auf den zweiten Maisonntag geeinigt, was zufolge hat, dass Pfingstsonntag und Muttertag in machen Jahren auf den gleichen Tag fallen. Da in einigen Bundesländern die Läden am Pfingstsonntag geschlossen bleiben müssen, wird in solchen Fällen ein Ersatztermin gesucht.

Skurriles:

Nachdem der Pfingstsonntag im Jahr 2008 auf den zweiten Sonntag im Mai fiel, entstand im Jahr zuvor eine hitzige Diskussion zwischen Kalenderverlagen und dem Einzelhandel. Schließlich einigte man sich dann trotzdem auf den zweiten Maisonntag, sodass beide Tage aufeinander fielen. Doch für manche Kalenderdrucke kam diese Entscheidung zu spät, so dass in vielen Kalendern für das Jahr 2008 fälschlicherweise der erste Maisonntag als Muttertag ausgewiesen wurde.

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